Slackline

Slackline

Slackline ist eine Sportart, die voll im Trend liegt und aus vielen Städten und Parks nicht mehr weg zu denken. Slacklining ähnelt dem Seiltanzen, allerdings balanciert man auf einer Slackline eher auf einem Gurtband bzw. Schlauchband, welches zwischen zwei Befestigungspunkten, häufig Pfosten oder Bäume in geeignetem Abstand, gespannt ist.
Beim slacklinen trainierst Du Deine Balance, die Konzentration und Deine Koordination. Deshalb ist das Slacklinen insbesondere als Training für´s Klettern besonders beliebt, weil Du hier Dein Gleichgewicht schulst.

Slackline – verschiedene Slackline Arten und Slackline Tools

Seit der Jahrtausendwende wurden verschiedene Varianten für das Slacklining entwickelt, darunter:

  • Lowlines/Tricklines: die bekannteste Form des Slackens mit niedrig hängender Slackline, schwacher Slackline-Spannung und häufig weichem Boden für Tricks wie Gehen, Stehen, Umdrehen, Knien oder Surfen auf der Slackline
  • Long Lines: eine lange Slackline für das Trainieren des ruhigen Gehens und der Konzentration. Aufbau sollte nur von Profis erfolgen.
  • Rodeo-Slacklines bzw. Freestyle-Lines: schlapp hängende Seile, sehr schwierig zu Begehen, gutes Training für Long Lines.
  • Highlines: Slacklines in einigen bis mehreren hundert Metern Höhe, bei der man beim Slacklinen häufig an einer separat aufgehängten Sicherungs-Line befestigt ist, um bei einem möglichen Sturz durch Klettergurt und eine Sicherungsschlinge gesichert zu sein. Ein Aufbau einer solchen Slackline sollte ebenfalls nur von Slackline-Profis montiert werden.
  • Waterlines: Slacklining über einen Fluss bzw. auf einer über Wasser gespannten Line. Wie auch beim Bouldern bietet sich hier das Spotten am Anfang und Ende der Slackline an, wo das Wasser noch flach und das Verletzungsrisiko beim Sturz eher hoch ist.
  • Jumplines: straff gespannte Slackline mit maximal 15 m Länge, etwa hüfthoch über dem Boden angebracht; für akrobatische Sprünge, Salto, Drehungen und Sprüngen zwischen zwei oder mehreren Jumplines
  • Night- und Darklines: Slackline im Dunkeln fordert Dein Gleichgewichtsorgan, Dein Gehör und das Erfühlen der Bewegung durch Deinen gesamten Körper

Als Slackline Tools werden jegliche Mittel bezeichnet, die zum Aufbau der Slackline genutzt werden können. Abgesehen von kompletten Slackline-Sets gibt es Slackline-Tools wie Bolzen, Linelocker, Karabiner, Ringe, Rollen, Seilklemmen, Rücklaufsperren, Schäkel, Schraubglieder sowie Spannhilfen.
Slackline ohne Bäume kann man beispielsweise mit Hilfe eines Frameline Sets aufbauen, bei dem das Slackline-Set zwischen zwei Slack-Frames (kleine Holzböcke) mit Slack-Nails bzw. Slack-Anchors befestigt wird.

Slackline für Anfänger

Als Slackline Anfänger muss man erst einmal die richtige Balance auf der Slackline finden. Denn gerade als Einsteiger fällt es einem nicht gerade leicht, das permanente Wackeln der Slackline zu kontrollieren und sicher auf der Line zu balancieren. Um mit dem Slacklinen sicher zu starten, sollte die Slackline nicht zu hoch hängen und maximal 4-5 Meter lang gespannt sein, damit sie nicht zu sehr wackelt. Um das Verletzungsrisiko gering zu halten, bitte unbedingt auf weichen Untergrund (keine Wurzeln oder Steine) und 2 Meter freien Sturzraum achten. Außerdem empfiehlt sich ein Slackline-Kurs für Anfänger.

Slackline lernen

Bevor Du zum lernen auf die Slackline kletterst, solltest Du Dich erst einmal gründlich aufwärmen. Barfuss läuft es sich gut, aber auch Schuhe mit dünnen Gummisohlen sind besonders geeignet; vermeiden solltest Du das Tragen von Socken oder Schuhen mit dicken Sohlen – hier rutschtst Du schnell seitlich weg. Solltest Du keinen Slackline-Partner haben, der Dich am Anfang stützen kann, kannst Du auch Wanderstöcke nutzen, um Dich seitlich wenn nötig abzustützen. Am besten steigst Du zu Beginn im ersten bzw. letzten Viertel der Slackline auf – dort ist die Slackline für Anfänger am besten zu kontrollieren.

Slackline Kurse

Slacklinen soll Spaß machen, Dir ein gutes Training bieten und Du willst beim Slacklinen schnell Fortschritte machen. Dafür ist es am besten, wenn Du Dir von erfahrenen Slackline-Profis die wichtigsten Infos zur Sicherheit beim Slacklinen geben und Dir die besten Tipps und Tricks für das Slacklinen zeigen lässt. Slackline Kurse werden von Slackline-Profis, von den Jugendabteilungen des Alpenvereins sowie von Volkshochschulen angeboten. Hier findest Du eine Übersicht der Slackline Kurse in und um München.

Slacklining in München

Besonders beliebte Spots zum Slacklinen in München sind der Englische Garten (Nordteil), weil man dort neben den klassischen Slacklines zwischen Bäumen auch Waterlines über Bachläufen aufbauen kann. Zudem treffen sich viele Slackliner im Olympiapark und im Ostpark – eben dort, wo viele alte Bäume stehen. Einige Kinderspielplätze bieten durch die fest verbauten Spielgeräte gute Fixpunkte zum Aufbau und Montage der Slackline (z.B. Eisenpfosten eines Klettergeräts). Eine Slackline ist außerdem in der Kletterhalle Thalkirchen aufgebaut – die kannst Du allerdings nur benutzen, wenn Du Eintritt bezahlt hast.